Programm

Es zeigt sich, dass es eine eng begrenzte Anzahl von ethischen Grundvorstellungen gibt.

Wir werden diese Grundüberzeugungen im Einzelnen ausführlich vorstellen und kritisch befragen. Hierbei kommen typische Vertreter zu Wort.

 

Aristoteles

 

Wird nun die Erkenntnis des höchsten Gutes nicht auch für das Leben eine große Bedeutung haben und werden wir nicht wie Bogenschützen, wenn wir das Ziel vor Augen haben, das Richtige besser treffen können?

Der Verständige scheint das für ihn Gute und Zuträgliche recht überlegen zu können, nicht das Gute im Einzelnen, also was für Gesundheit und Kraft gut ist, sondern was das gute Leben im ganzen angeht.

Epikur

 

Haben wir diesen Zustand der Seelenruhe erreicht, dann schwindet aller Aufruhr in unserer Seele, da man sich dann nicht mehr darauf einstellen muss, was einem noch fehlt, und man auch nichts mehr zu suchen braucht, womit ein körperliches und seelisches Wohlbehagen erst vollkommen würde.


Darum behaupte ich, dass die Seelenruhe das A und O eines wohlgestalteten Lebens ist.

Marc Aurel

 

Die Aufgabe des Lebens besteht nicht darin, auf der Seite einer Mehrzahl zu stehen, sondern dem inneren Gesetz gemäß zu leben.

Denke nicht so oft an das, was dir fehlt, sondern an das, was du hast. Was du bekommst, nimm ohne Stolz an, was du verlierst, gib ohne Trauer auf.

Kant

 

Pflicht soll das Motiv für das Handeln sein, nicht Freude, Abwendung von Übel oder Ähnliches.

Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.

Küng

 

Im Kampf um das Humanum vermag nur die Religion unzweideutig zu begründen, was die Politik nicht vermag: Warum Moral und Ethos mehr sein sollen als eine Angelegenheit persönlichen Geschmacks oder politischer Opportunität, eine Frage des individuellen Urteils, der gesellschaftlichen Konvention oder Kommunikation.


Wahre Menschlichkeit ist die Voraussetzung wahrer Religion.

Wahre Religion ist die Vollendung wahrer Menschlichkeit.